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6. KIT-SteirerInnentag

12.10.2013, Pfarrsaal Köflach

6. KIT SteirerInnen-Fortbildungstag

Anton Kiesl © Bruno Seidl
Anton KieslAnton Kiesl
© Bruno Seidl
 
Klaus Strassegger © Bruno Seidl
Klaus StrasseggerKlaus Strassegger
© Bruno Seidl
 
Podiumsgespräch © Bruno Seidl
PodiumsgesprächPodiumsgespräch
© Bruno Seidl
 
Am Samstag den 12. Oktober 2013 fand im Pfarrsaal Köflach im Bezirk Voitsberg der
„6. KIT-SteirerInnentag mit 120 TeilnehmerInnen statt.
Dabei handelt es sich um die jährliche Fortbildungsveranstaltung der ehrenamtlich tätigen, psychosozialen AkutbetreuerInnen, die nach plötzlichen, unerwarteten, traumatischen Ereignissen Hinterbliebene, Angehörige, Betroffenen sowie Einsatzkräfte psychosozial unterstützen. Diese Veranstaltung wird jedes Jahr in einem anderen Steirischen Bezirk abgehalten.
Der Fortbildungstag ist eine der qualitätssichernden Maßnahmen, um diese emotional herausfordernde Tätigkeit professionell durchführen zu können und wird von der zuständigen Fachabteilung für Katastrophenschutz und Landesverteidigung durch die dort angesiedelte Koordinationsstelle Krisenintervention organisiert und durchgeführt..
Besonders freute es uns, dass der fachliche Leiter und Psychotherapeut, Edwin Benko, in seiner Funktion als Moderator, zahlreiche Ehrengäste begrüßen durfte: Herrn Bezirkshauptmann von Voitsberg, HR Mag. Hannes Peißl, in Vertretung des Bürgermeisters der Stadtgemeinde Köflach, Ing. Wilhelm Zagler, Herrn Stadtrat Christian Veit, den Bezirkspolizeikommandanten, Herrn Oberstleutnant Walter Andrä, den Bezirksfeuerwehrkommandanten, Landesfeuerwehrrat Oberbrandrat Engelbert Huber und den Leiter des Landeskrankenhauses Voitsberg, Herrn Primarius Dr. Peter Mrak und nicht zuletzt die wissenschaftliche Leiterin, Primaria Dr. Katharina Purtscher und den Fachabteilungsleiter, Herrn Hofrat Dr. Kurt Kalcher, die alle durch ihre Anwesenheit die gute Kooperation zwischen den Einsatzkräften, der Exekutive und Behörde zur Unterstützung der Menschen in Not aufzeigten.
Das Motto dieser Veranstaltung stand unter dem Blickwinkel der Qualitätssicherung in der psychosozialen Arbeit im Sinne eines Standpunkt- und Perspektivenwechsels. Primaria Dr. Katharina Purtscher bedankte sich bei den KIT-MitarbeiterInnen für Ihre stetige Bereitschaft sich weiterzubilden, um dadurch „den Blick über den Tellerrand hinaus" nicht zu verlieren. „Psychosoziale Akutbetreuung fordert ein regelmäßiges Reflektieren, ein flexibles Betrachten von Situationen und ein individuelles Eingehen auf Bedürfnisse. „Jeder Einsatz ist ein erster Einsatz und verlangt von uns, oftmals spontan, die Perspektive zu wechseln" so Benko. Die Gestaltung der Vorträge und der Praxisaustausch bei der Fortbildungsveranstaltung erweiterten den fachlichen und menschlichen Horizont der KIT-MitarbeiterInnen und trugen zur Professionalisierung dieser ehrenamtlichen Tätigkeit bei.
Klaus Strassegger, diplomierter Sozial- und Berufspädagoge und diplomierter Webdesigner / Programmierer referierte zum Thema: „psychosoziale Akutbetreuung im Spannungsfeld neuer Medien" und vermittelte eindrucksvoll die Gefahren und Fallen im Internet. Sei es der Hinweis, dass Daten nicht mehr gelöscht werden können, Bildsuchmaschinen sofort persönliche Daten zum Foto finden, sich bereits Kinder unter Angabe falschen Alters an Chats beteiligen und vieles mehr. Der notwendige, vorsichtige und kontrollierte Umgang mit diesen Medien wurde rasch sichtbar. Danach referierte KIT-Mitarbeiter und Jurist, Mag. Alexander Krainz zum Thema: „Sterben und Recht" und beantwortete viele Fragen, die die KIT-MitarbeiterInnen aus den Erfahrungen ihrer Einsatztätigkeit beschäftigen. So z.B. die Frage, ob man jemandem verbieten könnte sich zu verabschieden und wem die/der Verstorbene „gehört"? Mag. Krainz sorgte dafür den oftmals „trockenen" juristischen Text mit Vorgehensweisen aus der Praxis zu hintermauern und dadurch für alle gut verständlich zu machen. Beim danach stattfindenden Podiumsgespräch brachten zusätzlich zur juristischen Herangehensweise Prof. Dr. Heinz Ladenhauf und Mag. Johannes Baier ethische und christliche Sichtweisen zu den oben angeführten Fragestellungen ein und vermittelten den FortbildungsteilnehmerInnen ein breites Spektrum an theoretischen und praktischen Annäherungen zur Entwicklung einer professionellen Haltung im Umgang mit diesen Themen. Den Abschluss der Vorträge bildete Chefermittler Anton Kiesl, Leiter des Ermittlungsbereiches Leib und Leben, dem über seinen schwierigen Dienst hinaus die Menschen in Notsituationen ein wichtiges Anliegen sind. Er hob in seinen Ausführungen die sich ergänzende und professionelle Zusammenarbeit hervor.
Den Schlusspunkt der inhaltlichen Referate bildeten ein Rückblick über die geleistete, ehrenamtliche Arbeit, ein Ausblick auf das Jubiläumsjahr 2014 und ein herzlicher Dank. Die Leiterin der Koordinationsstelle Krisenintervention und der fachliche Leiter, Edwin Benko knüpften auch in dieser Sequenz an das Motto des Tages an und verglichen die Vielfältigkeit des KIT-Teams mit dem Bild eines Kaleidoskops: „Die KIT-Tätigkeit aus der Vogelperspektive betrachtet, zeigt sich, wie die sich verändernden Glassteine und die dadurch immer wieder neu entstehenden Bilder - sie sind in Bewegung! Einzelne Menschen, Aufgaben und Inhalte, die sich je nach Situation immer wieder neu zusammensetzen - ihre Kompetenzen und Ressourcen und Fähigkeiten einbringen. Dies bedarf einer hohen Flexibilität und Kreativität und ergibt ein buntes, vielfältiges Bild!"
Eine Führung durch die von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Kirche St. Barbara in Bärnbach und ein abschließendes Ritual im Gedenken an verstorbene Menschen, die uns von einem unserer KIT-Einsätze besonders in Erinnerung blieben, rundeten die Veranstaltung in berührender Weise ab.
Beim späteren gemeinsamen Essen und Zusammensein ließen die TeilnehmerInnen den eindrucksvollen und erfahrungsreichen Tag Revue passieren. Ein herzlicher Dank gilt dem Organisationsteam im Bezirk Voitsberg!
 
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