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Grubenwehren probten Großeinsatz für den Katastrophenfall

Hunderte Teilnehmer bei Grubenrettungsübung in Breitenau

Das Österreichische Bundesheer flog Grubenwehren aus anderen Bundesländern in die Breitenau ein © RHI AG, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Das Österreichische Bundesheer flog Grubenwehren aus anderen Bundesländern in die Breitenau einDas Österreichische Bundesheer flog Grubenwehren aus anderen Bundesländern in die Breitenau ein
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LH-Stv. Schickhofer informierte sich in der Einsatzzentrale vom Ablauf der Übung © RHI AG, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
LH-Stv. Schickhofer informierte sich in der Einsatzzentrale vom Ablauf der ÜbungLH-Stv. Schickhofer informierte sich in der Einsatzzentrale vom Ablauf der Übung
© RHI AG, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
 
Der Einsatzstab tagte im Feuerwehrhaus in Breitenau © RHI AG, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Der Einsatzstab tagte im Feuerwehrhaus in BreitenauDer Einsatzstab tagte im Feuerwehrhaus in Breitenau
© RHI AG, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
 
Übungsszenario: Auf 1000 Meter untertage kam es im Magnesit-Bergwerk zu einem Unfall © RHI AG, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Übungsszenario: Auf 1000 Meter untertage kam es im Magnesit-Bergwerk zu einem UnfallÜbungsszenario: Auf 1000 Meter untertage kam es im Magnesit-Bergwerk zu einem Unfall
© RHI AG, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
 
Zwölf Grubenwehren aus dem In- und Ausland mit rund 100 Mann standen im Einsatz © RHI AG, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Zwölf Grubenwehren aus dem In- und Ausland mit rund 100 Mann standen im EinsatzZwölf Grubenwehren aus dem In- und Ausland mit rund 100 Mann standen im Einsatz
© RHI AG, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
 
Insgesamt dauerte die Übung im RHI-Bergwerk in Breitenau rund sieben Stunden © RHI AG, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Insgesamt dauerte die Übung im RHI-Bergwerk in Breitenau rund sieben StundenInsgesamt dauerte die Übung im RHI-Bergwerk in Breitenau rund sieben Stunden
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Am Vortag der Übung fand in Graz die Grubenrettungs-Fachtagung statt. Beim anschließenden Empfang bedankten sich LH-Stv. Schickhofer und LH Schützenhöfer bei Wilhelm Schön (v.r.n.l), dem scheidenden Geschäftsführer des Hauptverbandes © steiermark.at/FotoFischer, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Am Vortag der Übung fand in Graz die Grubenrettungs-Fachtagung statt. Beim anschließenden Empfang bedankten sich LH-Stv. Schickhofer und LH Schützenhöfer bei Wilhelm Schön (v.r.n.l), dem scheidenden Geschäftsführer des HauptverbandesAm Vortag der Übung fand in Graz die Grubenrettungs-Fachtagung statt. Beim anschließenden Empfang bedankten sich LH-Stv. Schickhofer und LH Schützenhöfer bei Wilhelm Schön (v.r.n.l), dem scheidenden Geschäftsführer des Hauptverbandes
© steiermark.at/FotoFischer, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
 

Graz/Breitenau am Hochlantsch (22. April 2016).- Im Rahmen des Österreichischen Grubenrettungstages fand die diesjährige Hauptübung der Grubenwehren heute Freitag (22.4.2016) im steirischen Breitenau statt. In Zusammenarbeit mit der Hauptstelle für das Grubenrettungs- und Gasschutzwesen und mit Unterstützung des Landes Steiermark wurde ein Großeinsatz unter Mitwirkung von in- und ausländischen Grubenwehren sowie öffentlichen Einsatzorganisationen im Bergbau Breitenau der RHI AG geübt.

An der Übung waren etwa 150 Einsatz- und Hilfskräfte beteiligt, darunter zwölf Grubenwehren aus Österreich und dem Ausland mit insgesamt rund 100 Grubenwehrmännern. Der Übungseinsatz dauerte etwa sieben Stunden, das Übungsszenario im weitläufigen Stollensystem des Bergbau Breitenau, das sich über 30 Kilometer erstreckt, war anspruchsvoll. Die Rettungskräfte mussten bis zu 1.000 Meter tief unter die Tagesoberfläche vorrücken.

Geübt wurden die Personenrettung untertage mit Vierstundenkreislauf-Atemschutzgeräten, der Transport von Rettungskräften mit Hubschraubern des Österreichischen Bundesheeres, darunter ein „Black Hawk”, aber auch die Zusammenarbeit mit öffentlichen Einsatzorganisationen und die Stabsarbeit im Katastrophenfall. Der Bergbau der RHI Breitenau verfügt über eine der am besten ausgebildeten Grubenwehren: es wird am Standort mehrmals jährlich die Bewältigung von Notfällen im Krisenstab geübt und der Betrieb bereitet sich auch auf solche Szenarien wie bei der Hauptübung vor. Um für diese Worst-Case-Situationen gerüstet zu sein, wird in einem integrierten Stab unter der Leitung des Landes Steiermark geübt.

Vom reibungslosen Ablauf überzeugte sich der für den Katastrophenschutz zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer vor Ort: „Der Übungsverlauf war sowohl beeindruckend als auch perfekt umgesetzt. Eine Mischung aus Leistung, Kompetenz und Engagement ist die Grundlage für die reibungslose Zusammenarbeit der Grubenwehren mit den öffentlichen Einsatzorganisationen. Mit diesem hervorragend funktionierenden Grubenrettungswesen ist das Land Steiermark also für derartige Katastropheneinsätze bestens gerüstet“, betonte Schickhofer.

Das Übungsszenario im Untertagebergbau
Ein Schwerlastkraftwagen beginnt im tiefsten Abbaurevier zu brennen – etwa 1.000 Meter unter der Tagesoberfläche. Der Fahrer meldet den Brand über Funk, es wird umgehend Räumungsalarm in der Grube gegeben. Der Mann hat sich beim Aussteigen starke Verbrennungen zugezogen und wird von Kollegen in den Fluchtcontainer evakuiert.
Ein anderer LKW-Fahrer meldet, dass er im dichten Rauch gegen eine Seitenwand gefahren ist und dabei eine Abstützung im Stollen zerstört hat. Auf Grund einer Verletzung am Bein kann er nicht selbstständig aus dem Fahrzeug aussteigen. Zu einem weiteren LKW untertage besteht kein Funkkontakt, mehrere Bergleute werden vermisst.

Einsatz der Rettungskräfte
Gemäß Notfallplan übernahm der Betriebsleiter die betriebliche Einsatzleitung und formierte unverzüglich den werksinternen Einsatzstab, der sich in der Gemeinde Breitenau  in einer improvisierten Einsatzzentrale, aufstellte. Dieser fuhr das Rettungswerk hoch und begann in koordinierter Stabsarbeit mit der Bearbeitung der Schadenslage auf vorerst betrieblicher Ebene.

Im Verlauf der Übung wurde der Einsatzstab erweitert und vom Land Steiermark auf überbetrieblicher Ebene weitergeführt. Die Landeswarnzentrale Steiermark alarmierte fünf österreichische Grubenwehren mit insgesamt 40 Mann, die mit 3 Hubschraubern des Bundesheeres in die Breitenau eingeflogen wurden. Aufgrund der Schwere des Vorfalls  forderte der Krisenstab sieben weitere Grubenwehren aus Deutschland, Polen, Tschechien und Slowenien mit insgesamt 60 Mann an. Das Rote Kreuz stand während des gesamten Einsatzes für die Betreuung von Personen in Bereitschaft. RHI-Betriebsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr Breitenau, sowie die Polizei waren im Großeinsatz. Ein Kriseninterventionsteam des Landes Steiermark betreute die laut Übungsannahme betroffenen Bergleute.

Hintergrundinformation über den Bergbau der RHI in Breitenau
Der RHI Bergbau Breitenau gilt weltweit als einer der modernsten und sichersten Bergbaubetriebe. Der österreichische Feuerfestkonzern RHI baut hier ober- und untertage pro Jahr rund 400.000 Tonnen Magnesit ab. Das Industriemineral ist einer der wichtigsten Rohstoffe zur Herstellung von Feuerfestprodukten. Im Bergbaubetrieb Breitenau sind etwa 40 Mitarbeiter beschäftigt, das Bergwerk zählt zu den drei größten in Österreich und weltweit zu den drei größten beim untertägigen Magnesit-Abbau. Das Stollensystem erstreckt sich über etwa 30 Kilometer, die tiefste Stelle liegt rund 1.000 Meter unter der Tagesoberfläche. In der Breitenau wird im Tagbau bereits seit 110 Jahren Magnesit gefördert und seit etwa 70 Jahren auch untertage.

Tagung im Vorfeld
Bereits am Vortag der Großübung fand im Hotel Weitzer in Graz anlässlich des österreichischen Grubenrettungstages eine Fachtagung der Grubenretter statt, zu deren Abschluss Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer zu einem Empfang in den Weißen Saal der Grazer Burg luden. „Anlässlich des Grubenrettungstages kommt einem immer wieder Lassing in den Sinn. Durch Lassing wurde das gesamte Grubenrettungswesen neu strukturiert. Seit dieser Neustrukturierung ist es besonders mit einem Namen verbunden: Wilhelm Schön. Danke ihm und allen, die im Dienste ihrer Mitmenschen und deren Sicherheit arbeiten und wirken“, dankte Schützenhöfer dem scheidenden Geschäftsführer der Hauptstelle für das Grubenrettungswesen.

Das Video zur Großübung finden Sie Externe Verknüpfung hier.

 

Graz, am 22. April 2016

 
Für Rückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information
Martin Schemeth unter Tel.: +43 (316) 877-4204, bzw. Mobil: +43 (676) 86664204 
 und Fax: +43 (316) 877-3188  oder E-Mail: martin.schemeth@stmk.gv.at 
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