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22. Juli 2012, Lagebericht der Landeswarnzentrale Steiermark

Graz, Landeswarnzentrale, 22.07.2012

Landeswarnzentrale Steiermark 
Landeswarnzentrale Steiermark

Die angekündigten Unwetter am 20. und 21. Juli hatten in großen Teilen der Steiermark gravierende Auswirkungen. Die Aufräumarbeiten in den betroffenen Gebieten laufen derzeit auf Hochtouren. Das folgenschwerste Ereignis, der Murenabgang in Sankt Lorenzen im Paltental, beschäftigt seit heute 07:00 Uhr eine Pioniereinheit des Österreichischen Bundesheeres in der Stärke von 181 Mann, die in erster Linie die zum Teil schwer beschädigte Infrastruktur (Straßennetz, Strom, Wasserversorgung, Beseitigung von Verklausungen,...) wieder herstellen wird.
Steiermarkweit sind die Bezirke Liezen, Bruck/Mur und Murtal am schlimmsten betroffen, es wurden weitere Katastrophen in den Gemeinden Etmißl, Thörl, Tragöß (Bezirk Bruck/Mur) sowie Kleinsölk (Bezirk Liezen) und Pusterwald (Bezirk Murtal) von den Behörden per Verordnungen festgestellt.

Folgende Verkehrswege sind derzeit gesperrt:

B20 Mariazeller Straße zw. Kapfenberg und Thörl (Gefahr durch Erdrutsch)
B113 Schoberpass Straße zw. Rottenmann und Trieben (Murenabgang)
B114 Triebener Straße zw. Trieben und Hohentauern (Felssturz)
B115 Eisenstraße zw. Lainbach und Kirchenlandl
L336 Liebochtalstraße bei Schirning wegen Überflutungsgefahr
L517 Seckauer Straße umgestürzte Bäume
L553 Pregerstraße (Grund dzt. Unbekannt)
L739 Oppenbergstraße zw. Rottenmann und Oppenberg wegen Erdrutsch
L123 Stollinggraben Landesstr. zw. St. Marein/M und Turnau (über Pogusch) wegen Erdrutsch
L713 Kaiserau Landesstr. zw. Trieben und Admont
S35 Brucker Schnellstraße zw. AK Bruck und AS Stausee ein Fahrstreifen gesperrt

Pegelstände:

Die Mur-Pegelstände haben sich seit den Morgenstunden stabilisiert. In Bruck/M. ist heute um 05:00 Uhr eine Spitze von rund 820m³ gemessen worden. In Graz wurden heute um 09:00 Uhr Spitzenwerte von ca. 890m³/sec erreicht (HQ30= 980m³/sec). Der Durchfluss beim Pegel Mureck dürfte eine Spitze von ca. 1000m³/sec erreichen.
Die Pegelstände steigen seit den Morgenstunden kaum mehr an bzw. sind sogar wieder leicht rückläufig. Die befürchteten Überschwemmungen im südlichen Bereich von Graz (Mellach, Wildon, Ragnitz) dürften somit ausbleiben. Die Lage bleibt jedoch weiterhin angespannt.
Die aktuellen Pegelstände der Hochwasserführenden Flüsse werden in der Hydrologischen Abteilung des Landes sowie in der Landeswarnzentrale weiterhin genau beobachtet.

Link zum Externe Verknüpfung Lagebericht der Landeswarnzentrale vom 22.07.2012, 11.00 Uhr