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Schweizer Delegation zu Besuch in der Steiermark

Kantonale Zivilschutzchefs von heimischem Katastrophenschutz beeindruckt

Von ihrer Schokoladenseite präsentierte sich im wahrsten Sinne des Wortes eine fünfköpfige Schweizer Delegation bei ihrem viertägigen Besuch (21. bis 24. Oktober) in der Steiermark. Denn die Leiter der kantonalen Ämter für Militär, Feuerwehr und Zivilschutz der Innerschweiz hatten Dutzende Tafeln feinster Schokolade in ihrem Gepäck, welche sie als Gastgeschenke an ihre Gastgeber verteilten.

Die Visite der Vertreter des westlichen Nachbarlandes von Österreich, organisiert vom Leiter der Fachabteilung für Katastrophenschutz und Landesverteidigung, Dr. Kurt Kalcher, diente dem Erfahrungsaustausch mit steirischen Repräsentanten der Einsatzorganisationen sowie des behördlichen Katastrophenschutzes, wobei auch die neuen Aufgabenstellungen im Zivil- und Katastrophenschutz diskutiert wurden. Gleich nach ihrer Ankunft am Sonntag trafen die kantonalen Zivilschutz-Chefs mit dem Präsidenten des Steirischen Zivilschutzverbandes, Klubobmann Walter Kröpfl, und dem Geschäftsführer des Zivilschutzverbandes, Dietmar Lederhaas, zusammen, wobei sich die Gäste besonders für die Kindersicherheits-Olympiade interessierten, einem Wettbewerb für Volksschüler, bei dem sich neun- bis zehnjährige Kinder in spielerischer Form mit der Thematik des Zivilschutzes beschäftigen.

Erfahrungsaustausch mit steirischen Einsatzorganisationen

Der Montag war ganz im Zeichen der steirischen Einsatzorganisationen: Im Bildungs- und Einsatzzentrum des Roten Kreuzes in Laubegg, wo die Schweizer Gäste auch untergebracht waren, wurden die Strukturen der heimischen Organisationen jenen der Innerschweiz gegenübergestellt. Vor allem das System der Ehrenamtlichkeit, wie es hierzulande verankert ist, begeisterte die Schweizer, denen seitens des Roten Kreuzes Steiermark Präsident Univ. Prof. Dr. Werner List, Landesdirektor Wolfgang Schleich, Geschäftsführer Mag. Andreas Jaklitsch sowie Landesrettungskommandant Mag. Dr. Peter Hansak, Rede und Antwort standen - zusätzlich referierte auch Landesbranddirektor Albert Kern über die steirischen Feuerwehren, vom Bundesheer wurde Oberstleutnant Gerhard Schwaiger, Leiter der Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit im Militärkommando, zu diesem Meeting entsandt. Chinesische Kultur stand nachmittags auf dem Programm, besuchte doch die Delegation, bestehend aus den Delegationsleitern Urs Hofer (Kanton Schwyz) und dem Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Innerschweiz, Peter Gautschi (Obwalden), und deren Kollegen Edi Furger (Uri), Kurt Huser (Luzern) sowie Xaver Stirnimann (Nidwalden), die Ausstellung „Gold und Jade" in der Kunsthalle Leoben, wo sie von Vizebürgermeister Maximilian Jäger begrüßt wurden.

Auch Kulturgüterschutz zentrales Thema

Huser, Drobesch, Stirnimann, Kröpfl, Furger, Hofer, Schrittwieser, Gautschi (v.l.)
Erfahrungsaustausch mit Repräsentanten der Einsatzorganisationen in Laubegg
Leobens Vizebürgermeister Maximilian Jäger (Mitte) begrüßt die Schweizer Gäste in der Kunsthalle
Im Schneegestöber mit Pater Michael vor der Mariazeller Basilika
Da die Schweizer Zivilschutzchefs in ihrer Funktion auch für den Kulturgüterschutz zuständig sind, wurden am Dienstag sakrale Bauten mit höchstem kulturhistorischen Wert besichtigt. Der Besuch der Basilika in Mariazell, durch die „Hausherr" Pater Michael führte, wurde von Kalcher auch dazu genutzt, über den Einsatz der Behörden und Einsatzorganisationen anlässlich des Papstbesuches im September zu berichten. Von dort ging es zum Stift Admont, wo die Gäste über dessen Brandschutzeinrichtungen und Diebstahlsicherungen instruiert wurden. Außerdem diente dieser Tag auch noch zu Gesprächen mit dem Landesleiter der Bergrettung, Dr. Fritz Seidl, sowie mit dem Feuerwehrkommandanten des Bezirkes Liezen, Oberbrandrat Gerhard Pötsch.

Der letzte Tag führte die Delegation noch in das Grazer Landhaus, durch das der Präsident des Landtages Steiermark, Siegfried Schrittwieser, gemeinsam mit Landtagsdirektor Mag. Heinz Drobesch höchstpersönlich führte. Nach einem abschließenden Besuch der Landeswarnzentrale, deren Aufgaben von Ing. Gerald Pizzera als zuständiger Leiter erläutert wurden, war der Schokolade-Proviant endgültig verbraucht, womit der Abreise der Schweizer Gäste nichts mehr im Wege stand.

 

 

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