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Pressekonferenz: In 11 steirischen Gemeinden die Katastrophe festgestellt

Landeshauptleute Voves und Schützenhöfer besuchen die Katastrophengebiete

Durch die schweren Unwetter sind unzählige Straßen betroffen. © LWZ Steiermark
Durch die schweren Unwetter sind unzählige Straßen betroffen.Durch die schweren Unwetter sind unzählige Straßen betroffen.
© LWZ Steiermark
 

Au bei Gaishorn, 22.06.2012


Große Teile der Obersteiermark wurden in den Nachmittagsstunden des 21. Juni von schweren Unwettern heimgesucht. Heftige Gewitter in Verbindung mit massiven Regenfällen - es wurden Niederschlagssummen bis zu 140 mm innerhalb weniger Stunden registriert - ließen die Bäche binnen kürzester Zeit über die Ufern treten. Durch die riesigen Wassermassen wurden nicht nur Gebäude und ganze Ortschaften überflutet, sondern auch Unmengen an Geröll und Holz weggeschwemmt, die ganze Täler verklausten. In 11 Gemeinden, verteilt auf die Bezirke Liezen, Leoben, Bruck/Mur und Murtal, wurden von den Behörden die Katastrophe festgestellt. Insbesondere der Bezirk Liezen war mit den Gemeinden Trieben, Treglwang und Gaishorn besonders schwer betroffen. Rund 360 Feuerwehrleute, 120 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes, mehr als 70 Polizisten und 40 Pionierkräfte des Österreichischen Bundesheeres versuchen gemeinsam mit dem behördlichen Führungsstab der Bezirksverwaltungsbehörde, der katastrophalen Situation mit aller Macht entgegenzuwirken. Mehr als 100 Personen mussten evakuiert und dementsprechend betreut werden. Bahnverbindungen wurden unterbrochen, Muren verlegten die Straßen, Teichdämme drohten zu brechen, doch die Gesamtsituation hat sich durch die verbesserte Wetterlage glücklicherweise entspannt: „Wenn sich auch am heutigen Tage die Lage deutlich verbessert hat und die in Sicherheit gebrachte betroffene Bevölkerung schon bald wieder in ihre Häuser zurückkehren darf, so bedeutet das für uns als Behörde noch lange nicht, dass die Arbeiten damit abgeschlossen sind", erklärte Einsatzleiter Bezirkshauptmann Josef Dick, der weiters betonte, dass der Einsatz bisher optimal verlaufen ist und rasche sowie effiziente Gegenmaßnahmen zur Bewältigung der Katastrophe bereits getroffen wurden. Der Bezirkshauptmann sprach den besonderen Dank an alle Beteiligten aus und erwähnte dabei das Österreichische Bundesheer, dessen Hubschraubereinsatz von entscheidender Bedeutung war.

Im Zuge der Pressekonferenz, zu der die Landeshauptleute Franz Voves und Hermann Schützenhöfer gemeinsam mit dem behördlichen Führungsstab der Bezirkshauptmannschaft Liezen eingeladen haben, wurde von allen Vertretern der Einsatzorganisationen immer wieder erwähnt, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert hat. Beide Landeshauptleute betonten den unglaublichen Einsatz, den viele Frauen und Männer hier geleistet haben und sicherten der betroffenen Bevölkerung ihre Hilfe zu.

Der Leiter der Katastrophenschutzabteilung, Kurt Kalcher, verwies im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen auf das neue digitale BOS-Funknetz (BOS - Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben), das den steirischen Blaulichtorganisationen schon bald zur Verfügung gestellt wird und die Möglichkeit einer einheitlichen Kommunikation, die den spezifischen Anforderungen entspricht, ermöglicht.

Die Schwerpunkte der Aufarbeitung der Katastrophen liegen derzeit im Bereich des Schwarzenbach- und Triebentales. Mit der Aufhebung der Sperre der Triebener B114 ist frühestens erst am kommenden Samstagabend zu rechnen.

 
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