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KIT Land Steiermark übt in der Slowakei

EURETS - rasche Hilfe für Katastrophenopfer

Der steirische Beitrag zu EURETS: Von links: KIT Team mit LWZ-Disponent Oliver Wutti, Pamela Dressler, Mag. Elisabeth Lienhart und Exercise Director Mag. Helmut Kreuzwirth © A20
Der steirische Beitrag zu EURETS: Von links: KIT Team mit LWZ-Disponent Oliver Wutti, Pamela Dressler, Mag. Elisabeth Lienhart und Exercise Director Mag. Helmut Kreuzwirth
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Auch für sie mußte gesorgt werden - junge Campbewohnerin © A20
Auch für sie mußte gesorgt werden - junge Campbewohnerin
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EURETS - Das Camp für 150 Personen in Stupava, Slowakei. Das Modul des europäischen Zivilschutzes bietet, hauptsächlich in der Anfangsphase einer Katastrophe, Not- und Behelfsunterkünfte mit allen notwendigen Leistungen an. © A20
EURETS - Das Camp für 150 Personen in Stupava, Slowakei. Das Modul des europäischen Zivilschutzes bietet, hauptsächlich in der Anfangsphase einer Katastrophe, Not- und Behelfsunterkünfte mit allen notwendigen Leistungen an.
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Von 5. bis 9. Juli 2011 fand bei Bratislava eine groß angelegte Katastrophenübung unter Federführung des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs statt. Den Kern der Übung bildete der Aufbau und Betrieb eines Camps für Personen, die - so die Annahme - nach Überschwemmungen ihr Zuhause verloren haben. Die Übung war Teil des EU-Projekts EURETS (European Emergency Temporary Shelter), das seit Februar 2010 vom Samariterbund gemeinsam mit dem Arbeiter - Samariter - Bund Slowakei, der Johanniter Unfallhilfe Deutschland und der A20 Katastrophenschutz des Landes Steiermark, durchgeführt wird.
Die Idee hinter EURETS ist, bei größeren Katastrophen innerhalb kürzester Zeit Notunterkünfte für 240 bis zu 1000 Personen aufzubauen und in der ersten Phase zu leiten. Die notwendige Ausrüstung dafür wird jeweils vor Ort erworben oder aus Lagerbeständen der EU-Mitgliedstaaten organisiert. Das EURETS-Team konzentriert sich ganz auf den Aufbau und das Management des Camps. Nach vier Wochen werden die Notunterkünfte den örtlichen Behörden übergeben. Dieser gesamte Vorgang wurde im Rahmen der fünftägigen Übung komplett durchgespielt.

"Die Herausforderungen der Übung gestalteten sich ebenso vielschichtig wie komplex. Sie reichten vom Zeltaufbau über die Organisation der Verpflegung und Personenregistrierung bis hin zu Zwischenfällen wie Brände oder ethnische Unruhen im Camp und forderten rund 170 Personen, die sich an der Großübung rund um die Uhr in zwei Schichten beteiligten", so der Exercise Director Mag. Helmut Kreuzwirth, der auch als Leiter des Referates für behördlichen Katastrophenschutz in der Katastrophenschutzabteilung des Landes Steiermark fungiert.

"Wir hatten Eltern von vermissten Jugendlichen und Hinterbliebene von Katastrophenopfern zu betreuen, auch eine Gruppenintervention aufgrund verunfallter Einsatzkräfte war durchzuführen", erläutert Oliver Wutti,  hauptberuflich Disponent der Landeswarnzentrale Steiermark und Mitglied des Kriseninterventionsteams.

EURETS wurde im Rahmen des EU-Projekts "Preparatory Action 2009" mit einem Projektvolumen von 380.000 Euro entwickelt und wird laut Helmut Kreuzwirth nach Projektfinalisierung am Ende diesen Jahres als nationale Ressource der Europäischen Kommission auch in Zukunft einsatzbereit zur Verfügung stehen.