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Die ABC-Abwehrkompanie der Gablenz-Kaserne stellt sich vor

links: die Disponenten der Landeswarnzentrale; in der Mitte:Olt Mag. (FH) Christian Resch; rechts: die Amtssachverständigen der FA17C© A20 Land Steiermark
Gruppenfoto beim "Dingo 2"© A20 Land Steiermark
Verschiedenste Vertreter aus den Ämtern der Stmk. Landesregierung, darunter die Disponenten der Landeswarnzentrale von der Abteilung 20 Katastrophenschutz und Landesverteidigung sowie die strahlenschutz- und chemotechnischen Amtssachverständigen der Fachabteilung 17C folgten der Einladung des Kommandanten Hptm Mag. (FH) Franz Fraiss und besuchten am 06. Mai 2010 die ABC Abwehrkompanie in der Gablenz Kaserne.

Den eingeladenen Besuchern erwartete ein spannendes Programm: Zu Beginn wurden die Ressourcen und Aufgaben einer ABC-Abwehrkompanie dargestellt und anschließend die „Dingo"s (spezielle ABC-Spürfahrzeuge) mit deren hochtechnischen Ausstattung vorgeführt.
Besonderes Highlight - der sogenannte „San-Dingo" - die Notfallfahrzeug-Variante des Dingo 2, welcher der Bergung und Erstversorgung von Verletzten in Gefahrenzonen dient. Das Fahrzeug besitzt auch eine Versorgungskammer für kontaminierte Personen und ist nach Aussage des Kommandanten des Aufklärungszugs, Olt Mag. (FH) Christian Resch, auch in der Lage, hochinfektiöse Patienten zu transportieren.

Die ABC-Abwehrkompanie (ABCAbwKp) der Gablenz Kaserne

Kompaniekommandant Hptm Mag. (FH) Franz Fraiss referiert über die Ressourcen der ABC-Abwehrkompanie© A20 Land Steiermark
Der Kommandant des Aufklärungszugs, Olt Mag. (FH) Christian Resch, bei seinem Vortrag © A20 Land Steiermark
OStWm Hannes Lambauer MBA, bei der Vorführung des Dingo 2© A20 Land Steiermark
Der "Dingo" 2© A20 Land Steiermark
Die ABCAbwKp der Gablenz-Kaserne, welche in das Stabsbataillon 7 und somit in die 7. Jägerbrigade eingegliedert ist, hat grundsätzlich die Aufgabe, den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren herbeizuführen. Die eingesetzten Kräfte sind auch für Rette- und Bergeeinsätze bis hin zur Wasseraufbereitung bestens geeignet.

Von besonderer Bedeutung ist der Zivilschutz und stehen die Spezialisten jederzeit bereit, ihre Kenntnisse und Mechanismen einzusetzen, um die Bevölkerung vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren zu schützen.

Ebenso nach Naturkatastrophen wurde die ABCAbwKp erfolgreich zur Gefahrenabwehr und -beseitigung in den letzten Jahren herangezogen.
Die Ausbildung und die Ausrüstung erlaubt es, eine Vielzahl an Krisenszenarien - wie Naturkatastrophen (Hochwasser- und Sturmereignisse, Schneedruck, Waldbrand, Erdrutsch, Erdbeben), Unfälle in der chemischen Industrie (Freisetzung von Schadstoffen) aber auch Seuchenbekämpfung bis hin zu Terroranschlägen - zu bewältigen.

Nationale Einsätze

Die ABCAbwKp leistete in den letzten Jahren immer wieder Assistenz im Katastrophenfall.
Mehrere Wochen hindurch waren die hervorragend ausgebildeten Soldaten bei den Sturmkatastrophen „Kyrill" und „Paula" in den Jahren 2007 und 2008 im Einsatz. Bei unzähligen Anthrax(Milzbrand)-Verdachtsmomenten aber beispielsweise auch beim Verdacht eines gesundheitsschädlichen Austritts von Giftgas in den Kellerräumlichkeiten der Polizeidienststelle Paulustor in Graz im Jahre 2007 griff die ABCAbwKp erfolgreich ein.

Internationale Einsätze

„Austrian Forces Disaster Relief Unit" (AFDRU) ist das Katastrophenhilfselement des österreichischen Bundesheeres und bedient sich bei ihren Einsätzen oftmals der Spezialisten der ABC-Abwehrtruppe. Unter den Soldaten befinden sich Chemiker, Physiker, Geologen, Ärzte, Techniker und wird ein sogenanntes AFDRU Kontingent anlassbezogen weltweit in den Einsatzraum entsandt.
Die ABCAbwKp des Stabsbataillons 7 ist international höchst anerkannt, zählt sie doch zu einer der einsatzerfahrensten Militärtruppe der Welt.
Unzählige Einsätze der AFDRU-Truppen haben das Leid so mancher betroffener Einwohner auf dieser Welt durch die Suche und Rettung von Personen oder der Versorgung von Trinkwasser mittels mobiler Trinkwasseraufbereitungsanlagen gemildert.

Die Schnittstelle zum behördlichen Katastrophenschutz

Die ABCAbwKp ist durchaus in der Lage - im Zuge einer Assistenzleistung - eine Vielzahl von Katastrophenszenarien auf technischer und taktischer Ebene zu bewältigen.

Für den Leiter der Abteilung 20 - Katastrophenschutz und Landesverteidigung, HR Dr. Kurt Kalcher, stellt die in der Gablenzkaserne stationierte ABC-Abwehrtruppe ein wesentliches Element zur Bewältigung einer Katastrophe dar und ist diese daher - bei der Erfüllung der dem behördlichen Katastrophenschutz übertragenen Aufgaben - in organisatorischer Hinsicht als fixe, katastrophenschutzrelevante Einrichtung anzusehen.

Auch aus der Sicht der chemo- und strahlenschutztechnischen Amtssachverständigen des Landes Steiermark sind die Spezialisten der ABCAbwKp mit ihrer hochtechnischen Ausrüstung eine wichtige Stütze zur Bewältigung von Krisenszenarien, wie beispielsweise das Austreten von gefährlichen Gasen, Flüssigkeiten bis hin zu großflächigen Kontaminationen mit radioaktiven Stoffen.

die Notfallfahrzeug-Variante, der sogenannte "San-Dingo" © A20 Land Steiermark
StWm Josef Guba im Dingo 2© A20 Land Steiermark
 

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