Internationales Treffen von UN-Katastrophenschutzexperten in der Steiermark

01.12.2009, KAT

UNDAC-Refresher Kurs in Leibnitz/Schloss Seggau

 

Rund 60 Katastrophenschutzexperten aus Afrika und Europa (UNDAC-Team Africa-Europe) folgten der Einladung von Herrn Landeshauptmann Mag. Franz Voves und trafen sich in der Zeit vom 24.11 bis 27.11.2009 zu einer 4 -tägigen Fortbildungsveranstaltung im Tagungs- und Kongresszentrum des Schlosses Seggau.
 
Das Bundesministeriums für Inneres, Abt. II/4, und die Abteilung 20 des Landes Steiermark, vertreten durch Mag. Viktor Wohlfart und Mag. Helmut Kreuzwirth, festigten mit der Unterstützung bei der Organisation dieser Weiterbildung für UNDAC- Führungskräfte ihren Status als erfahrene Partner der Vereinten Nationen bei der Ausrichtung internationaler Veranstaltungen.

Mr. Holmer-Lund Jesper bei der Begrüßung der Kursteilnehmer © A20, Land Steiermark
Mr. Holmer-Lund Jesper bei der Begrüßung der Kursteilnehmer
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Die Kursteilnehmer © A20, Land Steiermark
Die Kursteilnehmer
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UN-OCHA/UNDAC

 

Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UN-OCHA) mit Sitz in Genf erfüllt den Auftrag zur Koordinierung der internationalen Hilfeleistungen in humanitären Krisen einerseits durch die ständige Beobachtung der weltweiten Katastrophensituation rund um die Uhr und andererseits durch die Reaktion auf Katastrophen.

Diese Reaktion besteht zum einen in der Entsendung multinationaler UNDAC-Teams in den Einsatzraum, wobei hierfür weltweit rund 200 besonders ausgebildete Mitglieder in vier regionalen Teams - Europa und Afrika, Lateinamerika, Pazifik und Karibik - zur Verfügung stehen. Zum anderen erfolgt aufgrund der Informationen der UNDAC-Teams und der regionalen UN-Büros vor Ort die Anforderung internationaler Hilfskräfte und Mittel sowie entsprechender finanzieller Unterstützung seitens der Staatengemeinschaft.

Unmittelbar nach dem Auftreten einer Großkatastrophe, die ein Staat selbst nicht bewältigen kann, und Vorliegen eines Hilfeersuchens dieses Staates an UN-OCHA, erfolgt binnen Stunden, die Entsendung eines multinationalen UNDAC-Teams in den Einsatzraum.

Österreichische Beteiligung

 Österreich hat sich bisher durch die Entsendung von UNDAC-Experten aus dem Österreichischen Bundesheer und Vertretern von verschiedenen Ämtern der Landesregierungen beteiligt, allen voran durch Brigadier Mag. Dr. Alois Hirschmugl, der nach dem Tsunami in Ostasien 2005, der Flut in Bangladesh 2004 oder den Erdbeben im Iran und Algerien 2003, aber auch nach der gewaltigen Explosion eines Munitionslagers in Albanien im Jahr 2008 als UNDAC-Experte zur Verfügung stand und mit seinen Erfahrungen den UNDAC-Refresher-Kurs in Seggau fachlich unterstützte.
vlnr stehend: Mag. Viktor Wohlfart, BMI; Erdogan Nihan, UN-OCHA; Bgdr. Mag. Dr. Alois A. Hirschmugl, österreichischer UNDAC-Experte © A20, Land Steiermark
vlnr stehend: Mag. Viktor Wohlfart, BMI; Erdogan Nihan, UN-OCHA; Bgdr. Mag. Dr. Alois A. Hirschmugl, österreichischer UNDAC-Experte
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am Mikrofon: das jüngste österreichische UNDAC – Mitglied und Organisator, Mag. Helmut KREUZWIRTH, von der A20  © A20, Land Steiermark
am Mikrofon: das jüngste österreichische UNDAC – Mitglied und Organisator, Mag. Helmut KREUZWIRTH, von der A20
© A20, Land Steiermark
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vlnr: Dr. Doris Ita, Leiterin der Abt. II/4 BMI; Arjun Katoch, UN-OCHA; Hptm. Martin Greifeneder © A20, Land Steiermark
vlnr: Dr. Doris Ita, Leiterin der Abt. II/4 BMI; Arjun Katoch, UN-OCHA; Hptm. Martin Greifeneder
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Der UNDAC-Refresher Kurs

 

Das umfangreiche Konzept des UNDAC-Refresherkurses beruhte auf einer Kombination aus Theorie und Praxis, wobei der praktische Teil die Bewältigung von 4 Stationen darstellte. Der Outdoor-Trainingszyklus begann unterstützt durch das JgB 17/Straß in Wagna und führte über die Feuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring weiter zum Bildungs- und Einsatzzentrum des Österreichischen Roten Kreuzes in Laubegg. Das Schloss Seggau bildete wiederum den Abschluss der Stationen mit Vertretern des österreichischen Bergrettungsdienstes und dem Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.

Landeshauptmann Voves zeigt sich als Katastrophenschutzreferent des Landes Steiermark erfreut über den nachhaltigen Nutzen dieser internationalen Veranstaltung.

Der Leiter der Abteilung 20, HR Dr. Kurt Kalcher, betont, dass sich das Land Steiermark aufgrund derartiger Kurse als Ausbildungsstätte für das internationale Katastrophenmanagement zwischenzeitlich hervorragend positioniert hat.

Das Land Steiermark ist mittlerweile für die Vereinten Nationen ein gefragter Austragungsort geworden.