Gefahrenzonenpläne für Katastrophenschutz
Bei Einsatz-Planung Naturbedrohungen per Mausklick abrufbar
Ein Gefahrenzonenplan ist ein Gutachten, in dem jene Siedlungsräume dargestellt werden, welche durch Wildbäche, Lawinen und Erosion gefährdet sind, erklärte der Leiter der Sektion Steiermark der Wildbach- und Lawinenverbauung, DI Gerhard Baumann. Zusätzlich wurden in der Revision der Zonenpläne mögliche Hangrutschungen aufgenommen - mit geologischen Untersuchungen wurde auf die Sondersituation Gasen reagiert, wo aufgrund der heftigen Niederschläge dieses neue Bedrohungsbild entstanden ist. Gefahrenzonenpläne sind Grundlage für die Abschätzung der Dringlichkeit von Schutzmaßnahmen und deren Planung.
Insgesamt gibt es in der Steiermark 346 Gemeinden, die von Wildbächen und möglichen Lawinenabgängen betroffen sind. Davon sind in rund 260 Gemeinden, die sich vor allem im alpinen Raum befinden, die entsprechenden Gefahrenzonenpläne bereits fertig gestellt. Mit diesen Plänen - als Instrumente der Raumplanung - soll ein Vordringen von Siedlungen in gefährdete Gebiete unterbunden werden. 15 Millionen Euro, davon ein Viertel vom Land, werden jährlich für die Erstellung dieser Pläne aufgewendet. Für den Import der Daten auf den Katastrophenschutz-Server des Landes zeichnete übrigens die Firma „icomedias" verantwortlich.
