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KIT Land Steiermark bei der europäischen Notfallübung EULUX 2007 in Esch/Alzette (Luxembourg)

Vom 07.06.-08.06.2007 wurde in Esch/Alzette in Luxembourg die europäische Notfallübung EULUX 2007 durchgeführt, bei der auch das Kriseninterventionsteam (KIT) des Landes Steiermark auf Einladung der „Groupe de Support Psychologique" (GSP) des Luxembourger Zivilschutzes (Protection Civile) teilnahm.

Die 535 HelferInnen aus 8 EU-Ländern hatten folgende Aufgabenstellung zu bewältigen:
Durch Schweißarbeiten in einem Kraftwerk kam es zu einer Explosion, bei der radioaktives Material freigesetzt wurde. Aufgrund der Explosion und des entstehenden Brandes fiel in der gesamten Stadt Esch und in Teilen Luxembourgs der Strom aus.
Zur gleichen Zeit fand in der Rockhalle bei Esch ein Konzert der Gruppe „Stories to tell" statt, das aufgrund vorhandener Notstromaggregate vorerst nicht unterbrochen wurde. Erst nach einiger Zeit kam es zur Evakuierung der Halle, wobei in der allgemeinen Panik eine Tribüne zusammenbrach und etliche TeilnehmerInnen unter sich begrub.
Mittlerweile lieferten die Notstromaggregate keinen Strom mehr und es wurde in der gesamten Halle dunkel. In der Tiefgarage kollidierten mehrere Fahrzeuge und ein LKW verlor dabei einen Behälter mit einer chemischen Substanz, wodurch ätzende Gase freigesetzt wurden.

Durch den Stromausfall konnten die ausländischen Rettungsdienste nicht sofort alarmiert werden, sodass diese erst sehr spät am Unfallort eintrafen. Das Eintreffen der Rettungskräfte wurde auch durch einen Stau auf der Autobahn weiterhin verzögert.
Die Rettungskräfte wurden am Unfallort bereits von 580 DarstellerInnen, die zum Teil realitätsnah durch Notfalldarstellungsteams geschminkt und instruiert wurden, sehnsüchtig erwartet: Überall waren Hilferufe zu hören, Kinder, Jugendliche und Erwachsene liefen in Panik umher und suchten ihre Angehörigen. Verletzte wurden in provisorische Lazarette gebracht, Schwerverletzte mit Hubschrauber abtransportiert.
Nicht Verletzte wurden in ein Betreuungszentrum, einer Schule in Esch, gebracht, und dort von MitarbeiterInnen der Krisenintervention (GSP) betreut:

Die Betroffenen konnten zur Ruhe kommen, wurden mit Getränken versorgt, bekamen Informationen, Angehörige wurden zusammengeführt und auf die individuellen Bedürfnisse wurde eingegangen.

Bei dieser hervorragend und realitätsnah organisierten Notfallübung konnten auch die MitarbeiterInnen des KIT - Land Steiermark wertvolle Erfahrungen sammeln, die in die Aus- und Weiterbildung von MitarbeiterInnen einfließen und somit im Ernstfall den Steirerinnen und Steirern zugute kommen werden.

Zusatzinfo:
Dieser Notfallübung liegt das Verfahren bei Katastrophenschutzeinsätzen gemäß der Entscheidung 2001/792/EG, Euratom des Rates vom 23.10.2001 über ein Gemeinschaftsverfahren zur Förderung einer verstärkten Zusammenarbeit bei Katastrophenschutzeinsätzen zugrunde.
 

Links

  • EULUX 2007
  • Groupe de Support Psychologique
  • Environment - Civilprotection

MEDIENINHABER:

Amt der Steiermärkischen Landesregierung
8010 Graz-Burg

Telefon: +43 (316) 877-0
Fax: +43 (316) 877-2294

E-Mail: post@stmk.gv.at

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