Nachtübung auf der Hebalm am Freitag, den 7.4.2006
Am 7. April fand eine großangelegte Gebietsübung des Österreichischen Bergrettungsdienstes – Ortsstelle Voitsberg - unter Einbeziehung der Bezirkshauptmannschaft Voitsberg, des Österreichischen Roten Kreuzes, der Freiwilligen Feuerwehren des Bezirksfeuerwehrverbandes Voitsberg sowie der Wehren FF Kloster und FF Preitenegg, der Polizeiinspektion Edelschrott, der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei und des KIT Teams Land Steiermark, statt.
Angenommen wurde, dass um 1900 Uhr der Sessellift der Malteserlifte aufgrund eines technischen Gebrechens zum Stillstand kam, nicht repariert werden konnte, und die Betriebsleitung sich gezwungen sah, über die Landeswarnzentrale Alarm auszulösen um sechzig Skifahrer mittels Abseilen von den Sesseln zu bergen.
Herzlichen Dank an den Katastrophenschutzreferenten der BH Voitsberg, Artur Holawat, und an ÖBRD Einsatzleiter Christian Rapp, für die Übungsvorbereitungen und seitens KIT an Franz Edegger, Jürgen Stangl, Luise Penz und Andrea Gollob für die vorbereitenden Arbeiten und der Schaffung der KIT Struktur für den Einsatz.
Franz übernahm die Einsatzleitung, teilte einen Verbindungsmann ein und errichtete eine Stabsstelle, die für die Entsendung der KIT-Teams zuständig war. Die KIT-Gesamtleitung übernahm in bewährter Art und Weise Edwin Benko.
Welchen Herausforderungen in der Betreuung hatten sich die 37 KIT-Mitarbeiter zu stellen?
Das erste Team wurde zu den Lifttrassen entsandt, um mit den Personen, die auf den Sesseln saßen, zu sprechen, sie zu beruhigen und mit Informationen zu versorgen. Zwei weitere Teams wurden dorthin nachgefordert, da sich die Bergung der Skifahrer vor allem am Anfang sehr zeitaufwendig gestaltete, da die Bergrettungsteams von ihren Ortsstellen in Realzeit in diesen Einsatz gingen.
Weitere Aufgaben für die Akutbetreuer waren das Erkunden eines Raumes und der Aufbau von Infrastruktur für die unverletzten Personen, die betreut wurden. Im Realfall wäre wahrscheinlich auch die Betreuung von Angehörigen, die vor Ort kommen, notwendig.
Die Übung zeigte uns die Wichtigkeit einer funktionierenden Kommunikation zwischen den KIT Teams und zur Einsatzleitung und klarer Ansprechpartner sowie Aufträge. Sind diese Rahmenbedingungen gegeben, so können die einzelnen Teams in der Akutbetreuung gut arbeiten.
