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Lebring im internationalen Rampenlicht

UNO-Experten üben drei Tage lang die Koordinierung humanitärer Hilfe

Ins internationale Rampenlicht rückt für drei Tage die Feuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring, denn dort findet – erstmalig in Österreich – ein Katastrophenmanagement-Training der Vereinten Nationen statt. Insgesamt 22 hochrangige Teilnehmer aus dem In- und Ausland besuchen vom 29. bis 31. März diesen Spezial-Lehrgang, den Mag. Helmut Kreuzwirth, EU-Experte für ziviles Krisenmanagement aus der Fachabteilung für Katastrophenschutz und Landesverteidigung, gemeinsam mit dem internationalen Katastrophenschutz-Experten der UN und der EU, Dr. Alois Hirschmugl vom Kommando Internationale Einsätze, organisiert und koordiniert.

Im Rahmen dieses Kurses werden der strukturierte Dialog und die Kooperation zwischen der EU und der UN im Bereich der Katastrophenhilfe, der Koordination im Einsatzraum und der humanitären Hilfe fortgeführt.  In Form einer Übung wird die Koordinierung einer multinationalen Hilfeleistung bei einem Großschadensereignis geprobt. Denn den Vereinten Nationen kommt bei Großkatastrophen, die durch den betroffenen Staat allein nicht bewältigt werden können, eine zentrale Rolle bei der Koordination der internationalen humanitären Hilfe zu.

Die 22 Teilnehmer kommen aus insgesamt elf verschiedenen Nationen (Österreich, Zypern, Deutschland, Litauen, Malta, Norwegen, Polen, Portugal, Slowenien, Türkei und Großbritannien). Das Land Steiermark übernimmt für sie die Kurskosten sowie die Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

Dieser Lehrgang soll laut Dr. Kurt Kalcher, dem Leiter der Fachabteilung für Katastrophenschutz und Landesverteidigung, aber erst der Beginn einer nachhaltigen Kooperation zwischen dem Land Steiermark und den Vereinten Nationen sein. „Unser Ziel ist es, die Feuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring als internationale Ausbildungsstätte im Katastrophenmanagement zu etablieren“, so Kalcher über das Vorhaben, das von Landeshauptmann Mag. Franz Voves unterstützt wird. Daher werde bereits an der Planung weiterer Kurse, die bisher vor allem im skandinavischen Raum abgehalten wurden, gearbeitet.

Graz, am 27. März 2006
Josef Reinprecht
 

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