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Notfallmaßnahmen bei Tauchunfall:

Leider kann es trotz den besten Vorbereitungen auch beim Gerätetauchen zu einem Unfall kommen.
Die wichtigste Richtlinie in einem Ernstfall lautet: Ruhe bewahren!
Bei geringstem Verdacht auf Symptome nach einem Tauchunfall in Österreich sofort das LKH-Graz unter dem Kennwort "Tauchunfall" anrufen

Tel.: + 43 (0) 316 / 385 -2803

Das LKH Graz, Klinische Abteilung für Thorax- und hyperbare Chirurgie ist DIE Anlaufstelle für Tauchunfälle in Österreich. Im Ausland immer vorher erkundigen, wo die nächste Druckkammer ist.
Während der Dienstzeit ist die Einsatzbereitschaft im LKH Graz jederzeit gegeben - außerhalb ist die Druckkammeranlage in längstens 15 Minuten ab Alarmierung voll einsatzbereit.

Geben Sie bekannt:
  • Unfallort
  • Unfallzeitpunkt
  • Tauchtiefe
  • Tauchzeit
  • Wiederholungstauchgang ja/nein
  • Zustand des Tauchpartners
  • ev. Rückrufnummer
  • Notieren Sie sich, mit wem Sie gesprochen haben.

Nach Maßgabe der Möglichkeiten wird Ihnen ein Hubschrauber, ein Fahrzeug mit einer Transportdruckkammer oder ein Rettungsfahrzeug entgegengeschickt. Es wird Ihnen mitgeteilt, ob Sie am Unfallort verweilen oder mit dem Auto entgegenkommen sollen. Geben Sie die geplante Fahrtroute an und befestigen Sie Ihren Tauchanzug oder andere gut sichtbare Signale am Dach des Wagens (um dem Hubschrauberpiloten die Sicht von oben auf das Transportfahrzeug zu vereinfachen).

Müssen Sie den verunfallten Taucher mit eigenem Auto zur Druckkammer bringen oder dem Rettungsfahrzeug entgegen fahren, so beachten Sie folgende Erste- Hilfe- Regeln:
  • Flachlagerung
    • bei Bewusstlosigkeit: Stabile Seitenlage (linksseitig)
  • Verabreichung von 100% Sauerstoff (so vorhanden)
  • Bei Bewusstein: Flüssigkeit in Form von Wasser zu trinken geben
  • Markieren Sie Ihr Autodach gemäß vorigen Angaben
  • Fahren Sie möglichst erschütterungsfrei
  • Bei Flug mit einem Hubschrauber: Machen Sie den Piloten beim Weg in die nächste Druckkammer auf die maximale Flughöhe von 300m aufmerksam
  • Nur in Graz, München und Zürich ist eine hyperbare Behandlung des Verunfallten möglich, in Wien gibt es eine Druckkammer des Arbeiter Samariterbundes, die jedoch nur zeitweise besetzt ist.

Wichtige Telefonnummern bei Tauchunfällen in Österreich

LKH Graz (Kennwort Tauchunfall)

0316 / 385 -2803

Landeswarnzentrale

130


Notfallmanagement bei Dekompressionsunfällen:
  • Telefonstandort bestimmen? Handy - Netz ja/nein?
  • Erreichbarkeit des Rettungsdienstes abklären
  • Notfallkoffer mit Sauerstoff mitführen
  • Ausbildungsstand Erste Hilfe / HLW der Tauchergruppe sicherstellen
  • Einholen von Informationen über das nächste Krankenhaus mit Notaufnahme sowie das nächstgelegene hyperbare Behandlungszentrum

Sofortmaßnahmen bei Tauchunfall:
  1. Selbst Ruhe bewahren
  2. Bergung des Opfers aus dem Wasser
  3. Falls erforderlich HLW (Herz- Lungen- Wiederbelebung)
  4. flache Rückenlage
  5. bei Bewusstlosen stabile Seitenlagerung
  6. Rettungskette aktivieren
  7. normobaren Sauerstoff kontinuierlich über Maske bzw. Ambubeutel (Atmung/Beatmung)
  8. Orale Flüssigkeitszufuhr: 1 Liter Wasser schluckweise in der ersten Stunde bei nicht bewusstlosen Tauchern
  9. Verunfallten vor Wärmeverlust schützen
  10. Schneller ärztlich begleiteter Transport zur nächsten Notfalleinrichtung und rascher Weitertransport zur nächsten Therapiedruckkammer
  11. Druckkammer des LKH-Graz verständigen (Kennwort "Tauchunfall)
  12. Taucherarzt entscheidet das Transportmittel
  13. Wenn die Transportstrecke kurz ist: Bodengebundener Transport des verunfallten Tauchers, ansonsten mit Helikopter (Flughöhe max. 300 m) oder mit Flugzeug (Kabinendruck 1 bar)
 
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